Biadacz und Mörseburg besuchen den Flughafen Stuttgart und fordern mehr Tempo bei der Fachkräftegewinnung

Die Fachkräftegewinnung bleibt eine der zentralen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen der Gegenwart. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz der Ampel-Bundesregierung sollten die Verfahren verbessert und vereinfacht werden, doch spürbare Erleichterungen kommen beim Mittelstand und den Unternehmen, die händeringend Arbeitskräfte suchen, nicht an.
„Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat versprochen, dass mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz 2.0 ausländische Fachkräfte schneller in Deutschland arbeiten können. Doch der Besuch am Flughafen Stuttgart hat mir gezeigt, dass der Minister sein Versprechen nicht gehalten hat. Vor allem für die Gewinnung von Arbeitskräften aus dem Ausland erweisen sich die Botschaften und Ausländerbehörden als Flaschenhals. Die Herausforderung, nachhaltig den Personalbedarf zu decken, bleibt auch in den kommenden Jahren, angesichts des demographischen Wandels eine wichtige Aufgabe.“, so der Arbeitsmarktpolitiker Marc Biadacz.
„Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Auch der vom Bundesminister Heil angekündigte Job-Turbo wirkt kaum und kommt bei den Betrieben nicht an. Wir brauchen hier mehr Geschwindigkeit. Überhaupt bleiben viele Potentiale ungenutzt. Auch für Langzeitarbeitslose könnten Hilfstätigkeiten, wie die Kofferabfertigung am Flughafen in Stuttgart, den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt ebnen.“, betonte Biadacz.
Auch der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Maximilian Mörseburg machte sich ein Bild und sagte Unterstützung zu. „Wir haben gesehen, dass die Flughäfen nach der Corona-Pandemie in große Schwierigkeiten gekommen sind. Temporäre Beschäftigung von Nicht-EU-Arbeitnehmern sollte deshalb vereinfacht werden. Die Aufenthaltsdauer könnte sich bspw. am Sommerflugplan orientieren, anstatt starren Monatsvorgaben entsprechen zu müssen.“, so Mörseburg.