Besichtigung des Milchviehbetriebes bei der Fam. Ott, Höhenhöfe, Jettingen. Am Montag, den 10.07. hat der Arbeitskreis Landwirtschaft der CDU im Landkreis Böblingen alle interessierten Bürger zur Besichtigung des neuen Milchviehstalles der Familie Ott auf die Höhenhöfe in Jettingen eingeladen. Zahlreiche interessierte Bürger und Bürgerinnen nahmen das Angebot gerne an.

Informationen über die neu erbauten Ställe erhielten die Zuhörer von Andreas Ott. Er erläuterte und informierte über die Abläufe in den Ställen und vieles mehr. Mit dem Bundestagskandidaten Marc Biadacz veranstaltete der Arbeitskreis Landwirtschaft vorab noch eine Rundfahrt zu verschiedenen Stationen durch das Obere Gäu. Ziel der Rundfahrt war es, dem Bundestagskandidaten den Stellenwert und die Bedeutung des Agrarsektors inclusive der vor- und nachgelagerten Betriebe zur Landwirtschaft, deutlich zu machen.

Die Rundfahrt begann an der Gültsteiner Mühle, ging vorbei an den drei Gültsteiner Landtechnik- lieferanten Claas, Hagenlocher und Agrom über das Obstbaugebiet am Schönbuchrand zum Acker-, Obstbau und Lohnbetrieb der Familie Kussmaul. Von dort aus ging es weiter nach Tailfingen zum Zuchtsauenbetrieb der Familie Schäberle und zur Milchschafhaltung mit Hofkäserei von Karin Zimmermann. Dort konnte der Bundestagsabgeordnete auch ein kurz davor geborenes Kalb bewundern. Auf der Fahrt hierher stellte Herr Lemke aus Altingen seinen Mutterschafbetrieb vor, mit dem er viele Flächen vom Schlossberg beginnend am Schönbuchhang entlang bis zum Kochhardtgraben beweidet und damit aktive Landschaftspflege betreibt. In Tailfingen war ein weiterer Halt am Agrarstandort der Baywa AG. Genauso wie dem später angefahrenen Standort der Fa. Allgaier in Bondorf werden von hier aus die landwirtschaftlichen Betriebe der Region mit Betriebsmitteln versorgt. Gleichzeitig sind diese beiden Standorte wichtige Marktpartner für die Vermarktung der im Gäu erzeugten Ackerbauerzeugnisse und sind Bindeglied zum verarbeitenden Gewerbe für die vor Ort erzeugten Agrarerzeugnisse. Anschließend ging es am zentralen ackerbaulichen Versuchsfeld des Landwirtschaftsamtes Böblingen vorbei zum Ackerbau und Schweinemastbetrieb Werner in Bondorf. Dieser vermarktet wie viele andere Mastbetriebe unserer Region seine Mastschweine über den Gärtringer Schlachthof den viele Metzgereien unserer Region als Schlachtbetrieb nutzen.

Weiter ging die Fahrt nach Bondorf zum Saatgutvermehrungsbetrieb mit Schweinemast der Familie Sautter. Von dort aus gings vorbei am spezialisierten Kartoffbau- und verarbeitungsbetrieb Sautter zum Sonderkulturbetrieb Weippert in Öschelbronn der neben Erdbeeren in einer Plantage auch Heidelbeeren anbaut. Vorbei an der Biogasanlage Kussmaul ging es zu einem für unsere Region typischen Ackerbaubetrieb der Familie Bühler der im Nebenerweb bewirtschaftet wird und auch noch Pensionspferde eingestellt hat. Der letzte Teil der Tour ging über Sindlingen und den Aussiedlungsstandort Öfele auf Jettinger Gemarkung zum Milchviehbetrieb Ott nach Oberjettingen.

Marc Biadacz war sichtlich beeindruckt von der Vielfalt dessen was er auf dieser Rundfahrt durch das Gäu in so kurzer Zeit gesehen und erlebt hat. Dass es bei uns eine solche Vielfalt unterschiedlicher Betriebsstrukturen und -entwicklungen, eine solche Vielfalt angebauter Kulturen, ein solch enormes Knowhow der einzelnen Betriebsleiter und vor allem auch ein so enormer Beitrag der Landwirtschaft zum Erhalt der Kulturlandschaft in ihrer heutigen Form gibt, war ihm in dieser Form bisher nicht bewusst. Er sprach aus seiner Sicht auch noch die kulturelle Bedeutung der LANDWIRTSCHAFT für unsere Gesamtgesellschaft und für unsere Ernährungssicherung an.

Zum Abschluss der Veranstaltung war eine persönliche Bitte von Marc Biadacz solche Rundfahrten künftig in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Er habe noch nie in so kurzer Zeit eine solche Vielfalt von Bildern, Eindrücken, Informationen und auch der landschaftlichen Schönheit des „Oberen Gäu`s“ für sich persönlich mitnehmen können. Beeindruckend war für ihn auch die Information, dass in unserer Gesellschaft immer noch jeder 8. Arbeitsplatz direkt oder indirekt mit dem Agrarsektor verbunden ist.

Zum Schluss bedankte er sich bei dem AK Landwirtschaft und den beteiligten Ortsverbänden der CDU für die Organisation und den informativen und anschaulichen Abend.