Auf die richtige Schiene gesetzt

CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz und Klaus Mack zu Besuch bei S.I.C Entwicklungs- und Vertriebs GmbH im interkommunalen Gewerbegebiet „Am Eisberg“ in Nagold / Mittelstand kämpft um Wettbewerbsfähigkeit / Mack und Biadacz: „Wir setzten auf mehr Flexibilität und Vertrauen in unternehmerische Verantwortung“
Nagold/Kreis Calw/Kreis Böblingen. Aus der Idee, Schienensysteme und Halterungen für Monitore im medizinischen Bereich zu entwickeln, ist ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen entstanden: Die S.I.C Entwicklungs- und Vertriebs GmbH im interkommunalen Gewerbegebiet „Am Eisberg“ in Nagold entwickelt und fertigt heute technische Lösungen für zahlreiche Branchen. Geschäftsführer Michael Schmidt sieht den Standort Deutschland jedoch zunehmend unter Druck. Im Gespräch mit dem direkt gewählten CDU-Bundestagsabgeordneten für den Landkreis Böblingen, Marc Biadacz, und dem CDU-Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt sowie stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Klaus Mack, kritisiert er vor allem Bürokratie sowie hohe Energie- und Arbeitskosten: „Früher konnten wir uns auf die Entwicklung unserer Produkte konzentrieren. Heute verbringen wir einen erheblichen Teil unserer Zeit mit überbordender Bürokratie.“
Die Abgeordneten zeigen Verständnis für die Sorgen. Biadacz verweist auf jüngste Kabinettsbeschlüsse, die Wirtschaft, Bürger und Verwaltungen mit rund zehn Milliarden Euro jährlich entlasten sollen. „Weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und mehr Digitalisierung werden damit Schritt für Schritt spürbar“, sagt Biadacz. Mack betont, viele Vorgaben seien über Jahrzehnte aus wichtigen Zielen entstanden: „Wir brauchen heute jedoch mehr Flexibilität und Vertrauen in unternehmerische Verantwortung, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.“
Geschäftsführer Schmidt sieht Energiepreise als entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Sein Unternehmen setzt auf Solarstrom, E-Mobilität und Wärmepumpen. „Doch für solche Investitionen brauchen wir passende Rahmenbedingungen und Planungssicherheit“, sagt er. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Mack sagt dazu: „Die Energiewende gelingt nur, wenn wir Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zusammenbringen.“ Dafür setze die Regierung neben dem Ausbau erneuerbarer Energien auch auf leistungsfähige Netze, Speicher und Reservekraftwerke.
Für Luca Schmidt, der die nächste Unternehmergeneration repräsentiert, spielt neben den Standortkosten auch die Motivation der Beschäftigten eine wichtige Rolle. „Unsere
Mitarbeiter sind engagiert. Viele wären bereit, mehr zu arbeiten. Wenn sich zusätzliche Leistung durch hohe Steuern und Sozialabgaben kaum auszahlt, fehlen wichtige Anreize“,
sagt Schmidt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Biadacz sieht mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit und weitere Reformen: „Es geht nicht darum, Menschen etwas wegzunehmen
oder ihnen Faulheit zu unterstellen. Aber wir müssen gemeinsam Lösungen finden und Veränderungen anpacken, damit unser Land wettbewerbsfähig bleibt.“ Mit seinem
Kollegen Mack ist er sich einig: „Politik muss das tun, was auf lange Sicht richtig für unser Land ist – unabhängig von kurzfristigen Umfragewerten.“
BU: Marc Biadacz (von links) und Klaus Mack sprechen mit Michael und Luca Schmidt über Möglichkeiten, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wieder zu stärken.
Fotoquelle: Büro Mack / Carolin Kraus
