CDU-Politiker besuchen Hochschule für Polizei

Böblingen, 2. Juni 2017. Bis 2021 sollen jedes Jahr 1.400 Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter neu eingestellt werden, um die Landespolizei dabei zu unterstützen, dass Baden-Württemberg eines der sichersten Bundesländer bleibt.
Der Nachwuchs will selbstverständlich hervorragend ausgebildet und mit entsprechenden Fortbildungsangeboten optimal auf die Arbeit zum Schutz des Landes vorbereitet werden. Am Montag besuchten CDU-Politiker verschiedener politischer Ebenen den Böblinger Standort der Hochschule für Polizei, um sich von den Beamten vor Ort über die aktuellen Herausforderungen informieren zu lassen und gemeinsame Strategien zu entwickeln, um den Aus- und Fortbildungsbedarf zu decken. Der Fortbildungsstandort der Hochschule für Polizei in Böblingen spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit der Errichtung des neuen Ausbildungszentrums in den ehemaligen Gebäuden der IBM in Herrenberg soll der Polizeistandort im Landkreis Böblingen weiter gestärkt werden.
„Für die Union hat innere Sicherheit Priorität – deshalb haben wir großes Interesse an einem engen Austausch mit der Polizei“, sagte Paul Nemeth, CDU-Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Böblingen-Sindelfingen-Schönbuch. Mit ihm waren die CDU-Abgeordnete des Wahlkreises Leonberg-Herrenberg, Sabine Kurtz, der CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Böblingen, Marc Biadacz, und Böblingens Oberbürgermeister Wolfgang Lützner sowie Bettina Narr, die Vorsitzende des Arbeitskreises Polizei des CDU-Kreisverbands Böblingen bei dem Treffen in der Wildermuth Kaserne zugegen.
„Aus- und Fortbildung sind die Basis für professionelle Polizei-Arbeit und der Standort Böblingen ist für uns ein Diamant“, betonte Paul Nemeth. Auf dem ehemaligen Areal der Bereitschaftspolizei in Böblingen sind mehrere Teile der Hochschule für Polizei untergebracht, die seit Inkrafttreten des Polizeistrukturreformgesetzes im Jahr 2014 die ursprünglich getrennten Bereiche Ausbildung, Fortbildung und Studium unter einem Dach vereint. Der Standort Böblingen ist im Zuge der Polizeireform zu einem reinen Fortbildungsstandort geworden, der vor allem durch das neu aufgestellte Institut für Fortbildung eine besondere Stellung im Organigramm der Hochschule einnimmt.
Auch Jürgen von Massenbach-Bardt, der den Präsidialstab der Hochschule für Polizei leitet, betonte, dass der Standort in Böblingen mit der direkten Anbindung an die Autobahn sowie an den öffentlichen Nahverkehr ideal für Aus- und Fortbildung geeignet sei, fügte allerdings hinzu: „Es ist ein Diamant der noch fertig geschliffen werden muss.“ Tatsächlich ist in der Wildermuth-Kaserne momentan vieles im Umbau: 20 Millionen investiert das Land insgesamt in Baumaßnahmen. Der größte Teil fließt in die Renovierung der Gästezimmer für die Fortbildungsteilnehmer. Der Ansturm von fortbildungswilligen Beamten ist groß: Bis zum Jahr 2024 geht man durch die Einstellungsoffensive von einem Fortbildungsbedarf von etwa 6.000 Fortbildungen aus. Bereits heute werden in Böblingen jeden Tag zwischen 300 und 400 Beamte weitergebildet.
Neben den Institutsbereichen Einsatz, Verkehr, Kriminalitätsbekämpfung und Polizeiliche Auslandseinsätze gibt es am Fortbildungsstandort Böblingen auch einen eigenen Schwerpunkt für Cybercrime – ein Thema, das Marc Biadacz, CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Böblingen, besonders interessiert. Harald Reichenecker nimmt momentan die Funktion des Institutsleiters wahr und ist gleichzeitig für den Institutsbereich Cybercrime verantwortlich. „Der Fortbildungsbedarf ist riesig – auch bei den jungen Beamten. Wir sind hier mit zwölf Dozenten, die zum Teil Informatiker und zum Teil erfahrene Vollzugsbeamte sind, gut aufgestellt, müssen aber dranbleiben.“
Während sich in der Böblinger Wildermuth-Kaserne das landesweite Zentrum für die Fortbildung von Polizeikräften befindet, soll in Herrenberg ein zusätzlicher Ausbildungsstandort mit Übernachtungsmöglichkeiten für 500 angehende Polizisten und Polizistinnen entstehen, inklusive Einsatztrainings – und Schießzentrum. „Das Gebäude am Fichtenberg in Herrenberg eignet sich mit seiner Lage etwas außerhalb von der Innenstadt ideal für diesen Zweck“, erklärt die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Sabine Kurtz. „Außerdem wird so der Polizeistandort im Landkreis Böblingen als Zentrum für Aus- und Fortbildung der Landespolizei gestärkt“, fügt Paul Nemeth hinzu.