Entwicklungshilfe im Landkreis Böblingen

Vor welchen Herausforderungen steht die Entwicklungshilfe in den nächsten Jahren? Austausch mit Bundesminister Dr. Gerd Müller, Landrat Roland Bernhard, CDU Bundestagskandidat Marc Biadacz, Paul Nemeth MdL und Vertreterinnen und Vertreter der Weltläden/Kirchen im Kreis Böblingen.
Der CDU Bundestagskandidat Marc Biadacz hat den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller nach Böblingen eingeladen, um sich mit ihm und Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und der Weltläden über das Thema Entwicklungshilfe auszutauschen. Landrat Roland Bernhard hat die Entwicklungshilfeprojekte des Landkreises Böblingen vorgestellt. Dabei betonte er, dass der Landkreis Böblingen seit 30 Jahren an Entwicklungshilfeprojekten beteiligt ist. Diese wurden 1987 von der CDU Kreistagsfraktion unter damaliger Leitung des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Rudolf Decker ins Leben gerufen. Seit dem gibt es die Eine-Welt-Läden im Kreis. Der CDU Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz führte weiter aus, dass die Eine-Welt-Läden und Fair Trade bisher gut in der Stadt Böblingen etabliert sind, dennoch muss stärker an die Wirtschaft appelliert werden Entwicklungshilfeprojekte zu unterstützen. Biadacz lobte die „Mango-Aktion“, die weit über Böblingen hinaus bekannt ist und „es kaum einen Böblinger gibt, der keine Mangos aus Burkina Faso während der Aktion einkauft“, so Biadacz.
Er dankte Dekan Dr. Bernd Liebendöfer für die Aktion der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Böblingen. Liebendörfer präzisierte, dass mit dem Erlös der Mango-Aktion Lehrergehälter in Burkina Faso finanziert werden und diese damit der Bildung zugute kommt. Bundesminister Dr. Gerd Müller gab einen Einblick in sein Arbeitsfeld und berichtete über seine Erfahrungen im Bereich der Entwicklungsarbeit. Er informierte die Anwesenden darüber, dass im gemeinsamen Regierungsprogramm der CDU und CSU für 2017 bis 2021, dass an jenem Vormittag von der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vorgestellt wurde, ein Marshallplan für Afrika vorgeschlagen wird. Dieser Marshallplan setzt auf eine Partnerschaft mit Afrika. „Die Entwicklungshilfe soll nicht rein durch finanzielle Unterstützung erfolgen, sondern durch die Weitergabe unseres Know-Hows, Innovation und partnerschaftliche Unterstützung. Durch diese Maßnahmen sollen die Probleme vor Ort gelöst werden.“, so der Bundesentwicklungsminister. Weiter führte er aus, dass „wir einen Paradigmenwechsel brauchen und begreifen müssen, dass Afrika nicht der Kontinent billiger Ressourcen ist, sondern die Menschen dort Infrastruktur und Zukunft benötigen.“ Bundesentwicklungsminister Dr. Müller teilte darüber hinaus mit, dass im Regierungsprogramm der CDU und CSU ein Fachkräftezuwanderungsgesetz angestrebt wird.
An den Vortrag von Dr. Müller schloss sich eine Fragerunde an, in welcher sich neben den Fragen zahlreiche Teilnehmer für den aufschlussreichen Vortrag und den Besuch von Dr. Müller in Böblingen bedankten.
Dr. Müller gab seinem jungen Parteikollegen, Marc Biadacz mit, sich auch den Entwicklungshilfethemen anzunehmen und wünschte ihm für die bevorstehende Bundestagswahl alles Gute.
„Die Veranstaltung war sehr informativ. Ich freue mich, dass Dr. Müller Böblingen besucht hat und ein gelungener Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen und Erste-Welt-Läden stattgefunden hat,“ so Biadacz.