Marc Biadacz unterstützt Pilotprojekt für kostenlose Periodenartikel in Leonberg

Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz hat das Johannes-Kepler-Gymnasium (JKG) in Leonberg besucht, um ein Pilotprojekt zur kostenlosen Abgabe von Periodenartikeln zu unterstützen. Das von Schülerinnen des JKG mit Mitteln des Leonberger Jugendausschusses initiierte Projekt könnte in der Stadt weiter ausgebaut werden.
Die Projektgruppe des Jugendausschusses hatte die Idee, Periodenprodukte an öffentlichen Toiletten kostenfrei bereitzustellen. Nun ist das Pilotprojekt gestartet, bei dem an zwei Toiletten des Gymnasiums Periodenprodukte wie Binden und Tampons in einer Box zur freien Entnahme bereitstehen. Die Initiatorinnen – die auch Schülerinnen des Johannes-Kepler-Gymnasiums sind – Berenike Keller, Felicitas Schwarzhaupt, Karolin Kreiner und Kira Meyer, setzen mit dem Projekt ein gesellschaftspolitisches Zeichen: Sie wollen das Thema Menstruation präsenter machen und für mehr Toleranz werben.
Die Debatte um den Zugang zu kostenlosen Periodenartikeln hat sich zu einem gesellschaftlich immer relevanteren Thema entwickelt. So wurde der Mehrwertsteuersatz auf Periodenprodukte, der sich früher auf 19 Prozent belief, zu Beginn des Jahres 2020 auf sieben Prozent gesenkt. Der Böblinger Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz hat an der Gesetzesänderung mitgewirkt: Als damaliger Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat sich Biadacz erfolgreich für eine Petition stark gemacht, die eine Senkung der Mehrwertsteuer für Periodenartikel forderte.
Das Pilotprojekt am Johannes-Kepler-Gymnasium soll möglicherweise auf andere Schulen und Einrichtungen in Leonberg ausgeweitet werden. Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete des Landkreises Böblingen, Marc Biadacz, unterstützt die Pläne zur Erweiterung ausdrücklich: „Das vorbildliche Pilotprojekt der Leonberger Schülerinnen ist ein wichtiger Schritt für die Enttabuisierung von Menstruation. Gerade junge Mädchen und Frauen brauchen einen niederschwelligen Zugang zu Periodenartikeln.“
Die Enttabuisierung von Menstruation wird auch in anderen Ländern zunehmend als ein wichtiges Anliegen wahrgenommen. Unter anderem Kanada, Irland, Australien, Kenia und Schottland haben sich der Thematik angenommen und eine Steuerbefreiung oder sogar eine kostenfreie Bereitstellung von Hygieneartikeln eingeführt. NGOs wie „WASH United“ werben für die Bereitstellung von Hygieneprodukten auf internationaler Ebene. Sie initiierten den „Menstrual Hygiene Day“, der das Bewusstsein für das Thema stärken und die gesellschaftliche Auseinandersetzung fördern soll.